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Das Instandstellungsprojekt A1/A7 ist auf Kurs – Die Hauptarbeiten beginnen im März 2008
Das Projekt zur Instandstellung der A1 und der A7 von Winterthur Ohringen bis zum Lützelmurgviadukt (A1) respektive an die Kantonsgrenze ZH/TG (A7) kommt planmässig voran. Erste Instandsetzungsarbeiten sind bereits im Gang, das Submissionsverfahren für die Hauptarbeiten, welche im März 2008 beginnen, ist vor Kurzem gestartet worden. Die Kosten für dieses Projekt betragen rund 268 Millionen Franken. Mit dem Neuen Finanzausgleich NFA übernimmt der Bund alle Autobahnen – so auch die Erhaltung der A1/A7.
Das stärkere Verkehrsaufkommen sowie die Abnutzung der 1968 (A1) bzw. 1972 (A7) in Betrieb genommenen Autobahnen erfordern nun – über den laufenden Unterhalt hinaus – eine umfassende Sanierung. Das Ziel besteht erstens in der Instandsetzung der Fahrbahnen, der Kunstbauten, Ausrüstungen, elektromechanischen Anlagen sowie der Markierungen und Signalisation. Zweitens werden die Funktionstüchtigkeit und Leistungsfähigkeit der Strecke sichergestellt. Drittens wird die Sicherheit erhöht. Insbesondere werden die Verflechtungen der Autobahnverzweigung bei Attikon durch bauliche Massnahmen sicherer gestaltet. Viertens müssen die geltenden Umweltvorschriften erfüllt werden.
Herzstück: der 15 Kilometer lange Abschnitt der A1
Das eigentliche Herzstück des Projekts bildet der rund 15 Kilometer lange Abschnitt der A1 vom Anschluss Ohringen (ZH) bis zum Lützelmurgviadukt bei Aawangen (TG). Gleichzeitig mit der Instandsetzung soll in einer ersten Bauphase der bestehende Mittelstreifen zugunsten der heute minimal breiten Standstreifen verschmälert werden. Bei gleich bleibender Gesamtbreite resultieren daraus etwas breitere Fahrbahnen, welche es erlauben, während den folgenden Bauarbeiten alle vier Fahrstreifen auf einer Seite zu führen. Dadurch kann erst auf der einen, ein Jahr später auf der anderen Hälfte der Autobahn gebaut werden. Verkehr und Baustellenbereiche werden dadurch sauber voneinander abgegrenzt. Dieses System der Verkehrsführung soll dann auch bei zukünftigen Instandsetzungsarbeiten jeweils zur Anwendung gelangen.
Bauausführung unter Verkehr
Während der Bauausführung wird die A1 durchgehend vierspurig, jedoch mit reduzierter Geschwindigkeit befahrbar sein. Auf der schwächer befahrenen A7 wird in Richtung Zürich nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. In Richtung Frauenfeld jedoch bleiben durchgehend zwei Fahrstreifen in Betrieb.
Die Projektleitung ist bemüht, die Behinderungen für die Verkehrsteilnehmenden minimal zu halten. Gleichzeitig werden im Rahmen der Möglichkeiten alle Vorkehrungen getroffen, um die Verkehrssicherheit auch in der Bauphase zu gewährleisten. Als unterstützende Massnahme werden mobile Schutzeinrichtungen, zum Beispiel Stahl-Leitelemente, eingesetzt. Im Weiteren bleiben aus Sicherheitsüberlegungen die Ausfahrt Oberwinterthur für den Verkehr von Frauenfeld und St. Gallen sowie die Einfahrt in Richtung St. Gallen vorübergehend geschlossen. Die Umleitung wird ab den Halbanschlüssen Attikon über die Kantonsstrassen signalisiert.
Entscheidende Phase
«Unser Vorhaben ist jetzt in eine entscheidende Phase getreten» sagte der neue Projektleiter, Ulrich Weidmann, an einer Behördenorientierung vom Dienstag vergangener Woche. Die Auswirkungen für die unmittelbare Umgebung sollen möglichst gering gehalten werden, auch bei den notwendigen Vorbereitungsarbeiten. Aktuell sind die vorgezogenen Instandsetzungsarbeiten an sechs Brückenbauwerken im Gange. Die Vorarbeiten im Bereich der Standstreifen werden von Oktober 2007 bis Januar 2008 durchgeführt. Das Submissionsverfahren für die Hauptarbeiten, welche im März 2008 beginnen, wurde vor Kurzem gestartet.
Nutzen für die gesamte Region
In den verschiedenen Bauetappen wird jeweils die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gesucht. Einzelne Anliegen konnten bereits aufgenommen werden. Sie betreffen die rasche Ausführung bei Montagearbeiten sowie den Lärmschutz. Letzterem wird durch einen speziellen Belag auf der ganzen Strecke Rechnung getragen. Hinzu kommen einzelne, auf das Landschaftsbild abgestützte Lärmschutzwände im Bereich nahe liegender Wohngebiete.
Die Projektleitung stellt hohe Ansprüche bei der Vergabe an die einzelnen Unternehmen. Durch die Einführung von zusätzlichen Anreizsystemen will sie die Bauphasen optimal steuern, die Abläufe und Entscheidungswege verkürzen sowie die Zeit-/Finanzvorgaben einhalten. Die Gesamtkosten des vorliegenden Instandstellungsprojekts A1/A7 betragen rund 268 Millionen Franken. Die Kantone Zürich und Thurgau sind noch bis Ende 2007 bei diesem Projekt federführend. Die Kommunikation erfolgt mit Infotafeln vor Ort, über moderne Medien (geplanter Internetauftritt) sowie fallweise in den Gemeinden, zusammen mit den dortigen Behörden.
Das Bauende steht fest: Ab Ende November 2010 soll der Verkehr wieder flüssig rollen.
Ansprechperson für Fragen heute Dienstag, 25. September 2007, von 13 bis 16 Uhr:
Ulrich Weidmann, Projektleiter Instandstellung A1/A7, Tiefbauamt, Baudirektion Kanton Zürich, Telefon 052 234 47 41
http://www.sk.zh.ch