A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

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Barracuda
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A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von Barracuda » So Jun 13, 2010 2:52 am

Die Sanierung des Gotthard-Tunnels dauert dreimal länger als geplant.
Die Autos sollen auf den Bahnverlad. Das wird stark kritisiert.


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(Bild: Keystone)

Dass die Sanierung des Gotthard-Tunnels viel länger dauert, bestätigt der Urner Regierungsrat Josef Dittli
gegenüber der «SonntagsZeitung» nach einem Treffen mit dem Bundesamt für Strassen.
Dieses prüft eine Totalsperre für drei Jahre oder vorübergehende Schliessungen an 280 oder 180 Tagen
über fünf bis sechs Jahre. Der Bund muss wegen neuer Normen die Tunneldecke auf 4,80 Meter anheben
sowie Entwässerung, Lüftung, Fluchtwege und die Signalisation erneuern.

Die 21 000 Fahrzeuge, die täglich durch den Tunnel fahren,
sollen während der Sanierung auf den Bahnverlad.
«1000 Tage ohne Gotthard-Tunnel wäre der Wahnsinn», sagt Regierungsrat Dittli.
SVP-Verkehrspolitiker Ulrich Giezendanner: «So viele Autos auf die Bahn zu verladen,
funktioniert niemals. Das ist Traumtänzerei.» Er will in der Herbstsession eine parlamentarische
Initiative für den Bau einer zweiten Tunnelröhre lancieren.
Quelle: 20min.ch
Hallo Zusammen

Ich musste das einfach hier Posten :banging: Das Chaos ist somit schon vorprogrammiert.
Man kann doch den Tunnel nicht eifach so für 3 Jahre schliessen?!
Ich fände es gescheiter wenn man eine 2. Röhre Bauen würde und sobald diese fertig ist,
erst dann mit der Sanierung der 1. Röhre beginnen.
Meiner Meinung nach wäre eine 2. Röhre schon lange fällig gewesen.

Was meint ihr dazu?

Gruss
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Giannimann
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Re: Gotthard-Tunnel für 3 Jahre gesperrt

Beitrag von Giannimann » Do Aug 19, 2010 11:43 pm

Hallo

Die zweite Röhre muss her!

Der Verkehr wird nicht weniger.

Jetzt seit der Eröffnung der Autobbahn A4 im Knonauer Amt erst recht....

Die eine Röhre ist ein Flaschenhals...

Siehe die letzten Tage und Wochen fast jeden Tag Stau vor dem Tunnel...
Wie jeden Sommer zu den Schulferienzeiten.

Schöne Grüße

Johannes

Markus
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Re: Gotthard-Tunnel für 3 Jahre gesperrt

Beitrag von Markus » So Aug 22, 2010 9:16 pm

Habt ihr Finanzierungsvorschhläge?
Wo ist der Leidensdruck grösser, in den Agglos oder an diesem Tunnel?

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Giannimann
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Re: Gotthard-Tunnel für 3 Jahre gesperrt

Beitrag von Giannimann » Mo Aug 23, 2010 9:03 pm

Alternative: Jedes Jahr immer mehr und längere Staus....

Ganz einfach.

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Re: Gotthard-Tunnel für 3 Jahre gesperrt

Beitrag von Coccodrillo » Fr Dez 24, 2010 6:54 pm

Bonjour et bonnes fêtes à tous, c'est mon premier message ici.

C'est étrange que personne ait signalé le rapport: http://www.astra.admin.ch/dokumentation ... g-id=36850

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Re: Gotthard-Tunnel für 3 Jahre gesperrt

Beitrag von svx_biker » Do Dez 30, 2010 12:17 pm

Vermutlich weil die Meisten nicht so gut französisch können und nicht unbedingt die Pressemeldungen beachten.

Hier der gleiche Text auf deutsch: http://www.astra.admin.ch/dokumentation ... g-id=36850

Herzlich Willkommen und viel Spass im Autobahnforum oder auf französisch: Bienvenu!

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RMN
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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von RMN » Di Apr 19, 2011 8:47 pm

Ein interessanter Bericht zur Gotthardsanierung oder 2 Röhre:

Die verschiedenen Alternativen zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels
http://www.vimentis.ch/d/publikation/22 ... nnels.html

Ralf
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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von Ralf » So Mai 15, 2011 5:37 pm

Die 2. Röhre des Gotthard-Tunnel wurde heute in der kantonalen Volksabstimmung abgelehnt. :(

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von RMN » So Mai 15, 2011 7:35 pm

Ralf hat geschrieben:Die 2. Röhre des Gotthard-Tunnel wurde heute in der kantonalen Volksabstimmung abgelehnt. :(
So ist dies nicht ganz korrekt. Es wurde im Kanton Uri abgestummen ob sich der Kanton für eine 2 Röhre beim Bund einsetzen soll oder nicht.
Hierzu gab es die Initiative sowie den Gegenvorschlag der Regierung des Kantons Uri.

National hat diese Abstimmung höchstens Singalwirkung wird aber an einem Entscheid auf Bundesebene nichts ändern.

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von Ralf » Mo Mai 16, 2011 10:16 pm

RMN hat geschrieben: So ist dies nicht ganz korrekt. Es wurde im Kanton Uri abgestummen ob sich der Kanton für eine 2 Röhre beim Bund einsetzen soll oder nicht.
Hierzu gab es die Initiative sowie den Gegenvorschlag der Regierung des Kantons Uri.

National hat diese Abstimmung höchstens Singalwirkung wird aber an einem Entscheid auf Bundesebene nichts ändern.
Danke für die Info. Ich hab nur ganz am Rande im Radio etwas mitbekommen, dass die 2. Gotthard-Röhre abgelehnt worden sei.

Dann besteht also doch noch Hoffnung. :D

Markus
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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von Markus » Mo Mai 16, 2011 10:22 pm

Die Hürde ist hoch. Es braucht zwingend eine Verfassungsänderung, also eine Volksabstimmung mit einem Volks- und einem Ständemehr. Wenn selbst Uri nein sagt, glaube ich kaum, dass sich mehr als die Hälfte aller Kantone für ein Ja begeistern lässt.

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von RMN » Fr Feb 24, 2012 7:25 pm

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Treffen mit Kantonen Tessin, Uri, Graubünden und Wallis

Bern, 24.02.2012 - Auf Einladung von Bundesrätin Doris Leuthard haben sich heute in Bern Vertreter der Kantone Tessin, Uri, Graubünden und Wallis zu einem Gespräch getroffen. Beim Austausch ging es um die anstehende Erneuerung des Gotthard-Strassentunnels und die entsprechenden Sanierungsvarianten.


Der Gotthard-Strassentunnel muss zwischen 2020 und 2025 umfassend erneuert werden. Da die Kantone Tessin, Uri, Graubünden und Wallis von den Sanierungsarbeiten besonders betroffen sind, hat Bundesrätin Doris Leuthard Vertreter dieser Kantone heute zu einem zweiten Gespräch empfangen. Ein erstes Treffen fand im Januar 2011 gestützt auf den vom Bundesrat zuhanden der Verkehrskommissionen erstellten Grundlagenbericht von Dezember 2010 statt. In diesem Bericht werden sowohl die Konsequenzen umschrieben, die der Bau einer allfälligen zweiten Tunnelröhre hätte, als auch die Auswirkungen einer Sanierung ohne Bau einer zweiten Tunnelröhre. In diesem Fall müsste ein grosser Teil des Verkehrs auf die Schiene verlagert werden.

Thema des heutigen Gesprächs waren die Ergebnisse der seither in Auftrag gegebenen zusätzlichen Abklärungen zu den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen sowie zur Rollenden Landstrasse. Die Untersuchungen zur Rollenden Landstrasse zeigen, dass ein Kurzverlad des Lastwagenverkehrs zwischen Rynächt UR und Biasca TI technisch machbar, aber auch kostspielig wäre.

Verkehrsministerin Doris Leuthard hat die Anliegen der Kantone zur Kenntnis genommen. Das UVEK wird nun alle Elemente würdigen und dem Bundesrat gestützt darauf eine Auslegeordnung und einen konkreten Vorschlag zum weiteren Vorgehen unterbreiten. Der Bundesrat wird in der ersten Hälfte dieses Jahres einen Entscheid fällen.
Quelle: http://www.news.admin.ch/message/index. ... g-id=43553

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von Routard » Fr Jun 29, 2012 4:04 pm

Hallo Leute!
Bin erstaunt, dass sich hier nicht viel getan hat.

Diese Woche hat sich der Bundesrat für die Variante einer 2. Röhre am Gotthardtunnel entschieden.
Selbstverständlich bleiben noch einige Hürden aber es ist für mich ein interessanter Schritt.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten ... nttaeuscht

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von RMN » So Jul 01, 2012 2:42 pm

Gotthard-Strassentunnel: Bundesrat befürwortet Bau einer zweiten Röhre

Bern, 27.06.2012 - Damit die für die Schweiz und Europa wichtige Gotthard-Verbindung auch während der Sanierung des Strassentunnels erhalten bleibt, schlägt der Bundesrat den Bau einer zweiten Strassenröhre - ohne Kapazitätserweiterung - vor. Der Bundesrat ist überzeugt, dass diese Sanierungsvariante sowohl vom Aufwand und den Kosten als auch von der Sicherheit her langfristig die sinnvollste Lösung ist. Sie trägt zudem dem Anliegen des Tessins Rechnung, auch während der Sanierung eine gute Strassenverbindung in den Norden zu haben. Der Alpenschutzartikel bleibt gewahrt. Es wird pro Richtung immer nur eine Fahrspur in Betrieb sein. Der Bundesrat will diese Beschränkung gesetzlich verankern und dem Parlament somit eine referendumsfähige Vorlage unterbreiten.


Der Gotthard-Strassentunnel muss aufgrund seines Alters umfassend saniert und erneuert werden. Dazu ist eine Sperrung des Tunnels unumgänglich. Im Hinblick auf diese Arbeiten hat der Bundesrat umfangreiche Abklärungen und Studien in Auftrag gegeben: Mit dem Grundlagenbericht vom Dezember 2010 wurde eine fachtechnische Auslegeordnung vorgenommen. Sodann wurden ergänzend dazu die regionalwirtschaftlichen Folgen der Sanierungsvarianten auf die Kantone Tessin, Uri, Graubünden und Wallis vertieft analysiert. Die Fachleute des Bundes haben zudem gemeinsam mit der SBB die Verlademöglichkeiten von Personen- und Lastwagen auf die Schiene genauer evaluiert, die aufgrund einer längeren Tunnelsperrung zur Bewältigung des Verkehrs geschaffen werden müssten. Die Berichte haben ergeben, dass alle Varianten spezifische Vor- und Nachteile haben.

Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung aller Aspekte ist der Bundesrat zum Schluss gekommen, dass der Bau einer zweiten Tunnelröhre ohne Kapazitätserweiterung und die anschliessende Sanierung des bestehenden Tunnels die sinnvollste Lösung ist. Damit können Funktionalität, Sicherheit, Verträglichkeit und Verfügbarkeit der Gotthard-Route zusätzlich erhöht werden. Zudem kann so dem Anliegen des Kantons Tessin Rechnung getragen werden, auch während der Sperrung über eine gute Strassenverbindung in den Norden zu verfügen.

Den Ausschlag für den Entscheid haben insbesondere folgende Gründe gegeben:

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Die reine Sanierung des bestehenden Tunnels ohne zweite Röhre kostet 650 bis 890 Millionen Franken. Um den Verkehr von inzwischen rund 5,38 Millionen Personenwagen und 930‘000 Lastwagen jährlich trotz Sperrung zu bewältigen, braucht es bei dieser Variante ergänzend dazu aber noch flankierende Massnahmen. Dazu gehören Verlademöglichkeiten für den Personen- und Schwerverkehr. Für eine Rollende Landstrasse für Lastwagen zwischen Rynächt (UR) und Biasca (TI) ist mit Kosten von 410 bis 770 Millionen zu rechnen. Die Verlademöglichkeiten für den Personenverkehr schlagen mit 160 bis 280 Millionen zu Buche. Zusammen mit den Investitionen, die nötig wären, um die Sommeröffnungszeit der Passstrasse zu verlängern, belaufen sich die Kosten einer Sanierung mit flankierenden Massnahmen dadurch insgesamt auf 1,2 bis 2 Milliarden Franken.

Der Bau einer zweiten Röhre mit anschliessender Sanierung des bestehenden Tunnels kostet insgesamt rund 2,8 Milliarden Franken. Darin eingerechnet sind auch die Kosten, die anfallen, um den bestehenden Tunnel bis zur Eröffnung der zweiten Röhre länger betriebstauglich zu halten. Die Investitionen liegen damit zwar höher als bei den anderen Varianten. Die höheren Investitionen gehen aber auch mit einem erheblich gesteigerten Nutzwert einher und zahlen sich langfristig somit aus. Mit dieser Variante steht dem Personen- und Güterverkehr künftig ein redundantes System zur Verfügung: Sobald beide Tunnel in Betrieb sind, gibt es in jeder Röhre eine Fahrspur und einen Pannenstreifen. Der normale Unterhalt kann so künftig ohne Sperrnächte gewährleistet werden, und die nächste, nach jeweils rund 40 Jahren notwendige Sanierung, kann ohne aufwendiges Verkehrsmanagement erfolgen.

Für den Bundesrat wesentlich ist vor allem auch die Frage der nachhaltigen Investitionen: Die bei einem Verzicht auf eine zweite Röhre erforderlichen Investitionen in das Verkehrsmanagement sind nicht nachhaltig. Die grossflächigen Verladerampen und teuren Terminals müssten nach der Sanierung wieder abgebrochen werden. Trotz Kosten von 570 Mio. bis 1,05 Mia. Franken könnte mit diesen Geldern kein bleibender Mehrwert erzielt werden. Damit die Rollende Landstrasse effizient genutzt und die gewünschten Kapazitäten erreicht werden können, müsste zudem das gesetzlich verankerte Nachtfahrverbot lokal und temporär aufgehoben werden. Sonst könnten die Lastwagen die Verladeanlagen nicht rechtzeitig erreichen. Es ist zudem davon auszugehen, dass ein Teil des Verkehrs auf andere Strecken – etwa auf die San Bernardino-Route - ausweichen würde.

Sicherheit

Auch wenn dereinst zwei Tunnelröhren verfügbar sein werden, wird stets nur eine Fahrspur pro Richtung in Betrieb sein. Die andere dient als Pannenstreifen. Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen können so rasch und ungehindert zu einem Unfall gelangen. Das Risiko von Frontal- und Streifkollisionen kann stark gesenkt werden, da mit einer zweiten Röhre Gegenverkehr grundsätzlich vermieden werden kann. Die Sicherheit lässt sich dadurch verbessern. Am Tropfenzählersystem will der Bundesrat festhalten, weil das Risiko eines schweren Brandes bleibt. Dieses System sorgt dafür, dass für Fahrten durch den Gotthard zwischen den Lastwagen ein Mindestabstand von 150 Metern eingefordert wird.

Politische Aspekte

Mit der Inbetriebnahme der neuen Tunnelröhre kann im besten Fall etwa im Jahr 2027 gerechnet werden. Langwierige Rechtsverfahren können zu Verzögerungen führen. Die anschliessende Sanierung des bestehenden Tunnels dauert rund 2,5 Jahre. Im Anschluss daran wird nur je eine Fahrspur pro Richtung und Röhre in Betrieb sein. Damit ist sichergestellt, dass die Kapazität des alpenquerenden Verkehrs nicht erhöht wird. Mit dem Bau einer zweiten Strassenröhre durch den Gotthard wird somit der Alpenschutzartikel in der Bundesverfassung nicht tangiert. Um dies zu verdeutlichen, will der Bundesrat die Beschränkung der Fahrspuren gesetzlich verankern und dem Parlament eine referendumsfähige Vorlage unterbreiten. Damit kann klargestellt werden, dass auch ein temporärer Betrieb von zusätzlichen Fahrspuren – zum Beispiel während der Ferienzeit – künftig verboten bleibt.

Das UVEK hat vom Bundesrat den Auftrag erhalten, gestützt auf den heutigen Entscheid bis Ende 2012 eine Vernehmlassungsvorlage zu erarbeiten.

Alpenschutz und Verlagerungspolitik

Der Alpenschutzartikel ist ein zentrales Element der Schweizer Verkehrspolitik. Er verlangt, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene zu erfolgen hat und dass die Transitstrassen-Kapazität im Alpengebiet nicht erhöht werden darf. Das vom Parlament quantifizierte Verlagerungsziel ist im Güterverkehrsverlagerungsgesetz enthalten. Zwischen dem Bau einer zweiten Röhre und dem Erreichen des Verlagerungsziel besteht aber weder rechtlich noch verkehrstechnisch ein Zusammenhang. Die Strassenkapazitäten am Gotthard werden durch die vom Bundesrat vorgeschlagene Variante nicht erhöht. Um Klarheit zu schaffen und anderslautende Befürchtungen zu entkräften, will der Bundesrat die Beschränkung auf eine Fahrspur pro Richtung im Gesetz über den Strassentransitverkehr im Alpenraum (STVG) verankern.

Um die Güter auf die Schiene zu verlagern, setzt sich der Bundesrat dafür ein, die bisherigen Instrumente fortzuführen und - wie im Verlagerungsbericht angekündigt - zusätzliche Massnahmen zu beschliessen. Dazu gehören der Bau eines 4-Meter-Korridors auf der Gotthardachse und mehr Terminalkapazitäten südlich der Alpen, um den kombinierten Verkehr über die Alpen weiter zu fördern.
Quelle:
http://www.news.admin.ch/message/index. ... g-id=45155

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Re: A2: Gotthard-Tunnel Sanierung oder 2 Röhre

Beitrag von RMN » Mo Apr 08, 2013 2:50 am

http://www.news.admin.ch/message/index. ... g-id=48389
Gotthard-Strassentunnel: Ausschreibungen für die Projektierung der zweiten Röhre

Bern, 05.04.2013 - Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) publiziert heute Freitag die Ausschreibung erster Vorarbeiten für die Projektierung der zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels. Diese Publikation basiert auf dem Bundesratsentscheid vom 27. Juni 2012, mit dem das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beauftragt wurde, die Planung und Projektierung der zweiten Tunnelröhre in die Wege zu leiten.


Die Ausschreibungen, die heute im «Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz» (http://www.simap.ch) publiziert werden, betreffen die folgenden drei Aufgaben: Projektierung, Bauherrenunterstützung und Erstellen des Umweltverträglichkeitsberichts. Die Zuschlagsempfänger dieser Aufträge werden sich somit mit der Ausarbeitung des generellen Projekts für die zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels befassen.

Das generelle Projekt wird so vorangetrieben, dass es vom Bundesrat im Anschluss an eine allfällige Volksabstimmung unverzüglich genehmigt werden kann. Gleichzeitig läuft beim ASTRA auch die Projektierung für die Sanierung des bestehenden Tunnels.

Erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Beschlusses können Planung und Projektierung für die zweite Tunnelröhre, nämlich Ausarbeitung des Ausführungsprojekts und des Detailprojekts, vorangetrieben werden. Im besten Fall wird der Startschuss für die Bauarbeiten im Jahr 2020 fallen; die neue Tunnelröhre könnte dann im Jahr 2027 eröffnet werden. Nach ihrer Inbetriebnahme würde die Sanierung des aktuellen Gotthard-Strassentunnels an die Hand genommen.

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